Mit offenem Fenster schlafen - ja oder nein?
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Mit offenem Fenster schlafen - ja oder nein?

Während über drei Viertel aller Deutschen lieber bei offenem Fenster schlafen, handhabt es der Rest natürlich genau andersherum. Aber was ist denn nun eigentlich die bessere Wahl? Hat die Mehrheit der Deutschen Recht? Wir stellen uns die Frage, was denn nun eigentlich sinnvoller ist und möchten euch einmal die Vor- und Nachteile des Schlafens mit offenem Fenster näher bringen.

 

Die Vor- und Nachteile beim Schlafen mit offenem Fenster

Frische Luft lässt uns besser schlafen

Für viele Menschen ist das offene Fenster in der Nacht ein Garant für ausreichend frische Luft während des Schlafens. Alte Luft entweicht schnell und macht Platz für neue, frische Luft. Deine Atemwege werden freigesetzt und Du schläfst besser. Eine Studie aus den Niederlanden bestätigt die positive Wirkung der Luftzirkulation beim Schlafen. Probanden haben bei geöffnetem Fenster fühlbar besser und tiefer geschlafen. Auch objektive Messungen mithilfe von Schlaftrackern bestätigten dieses Empfinden.

 

Pollen sorgen Nachts für Ärger

Ein offenes Fenster befördert neben der von vielen so sehr herbeigesehnten, frischen Luft aber auch noch weitere Dinge mit ins Schlafzimmer, z.B. Pollen. Daher empfiehlt es sich - gerade für Allergiker in der Pollensaison - die Fenster geschlossen zu halten. Doch pauschalisieren lässt sich diese Aussage nicht, denn der Pollenflug unterscheidet sich stark je nach Region und Uhrzeit. Während auf dem Land die Pollenbelastung morgens am höchsten ist, ist sie es in den Städten am Abend.

 

Unruhiger Schlaf durch Umgebungsgeräusche

Ein Grund sein Fenster am besten immer geschlossen zu halten ist für viele Menschen sicherlich die Geräuschkulisse von außen. Vor allem, wenn man direkt an einer stark befahrenen Straße oder an den Bahngleisen wohnt, möchte man am liebsten sein Fenster gar nicht mehr öffnen. Was am Tage als ärgerlich und konzentrationsstörend empfunden wird, beeinflusst uns in der Nacht auch unterbewusst. Wir müssen die Umgebungsgeräusche dafür nicht einmal aktiv mitbekommen. Wir nehmen plötzliche, auch viel leisere Geräusche dennoch wahr und es kommt zu einem Adrenalinausstoß und Pulsanstieg. Wir werden gestresst und das wirkt sich auf unseren Schlaf aus. Dies kann über einen längeren Zeitraum hinaus sogar zu Krankheiten führen.

 

Bei Kälte zu schlafen härtet ab

Viele Menschen glauben, durch die nächtliche Kälte ihr Immunsystem zu stärken und sich so vor Krankheiten zu schützen. Doch gibt es zu dieser Behauptung bisher keinen wissenschaftlichen Nachweis. Eine Temperatur zwischen 16-18 Grad wird als Ideal für den Körper angesehen. Diese hilft beim Bilden vom Schlafhormon Melatonin und bewirkt, dass wir schneller einschlafen können und entspannter schlafen. Wird es zu kalt oder zu warm, muss unser Körper gegensteuern, was uns unruhig schlafen lässt. Ist es zu kalt oder es zieht nachts, besteht außerdem die Gefahr sich zu erkälten. Auch steigen die Heizkosten, wenn das abgekühlte Schlafzimmer erst wieder auf Zimmertemperatur hochgeheizt werden muss.

 

Kühle Luft im Sommer

Und im Sommer? Auch ein zu warmes Schlafzimmer kann uns vom Schlafen abhalten. Wir alle kennen das ständige fluchend sich-hin-und-her-wälzen, wenn uns beim Einschlafen mal wieder viel zu warm ist. Hier sorgt ein offenes Fenster durch die kühle Sommerluft für eine Abkühlung des am Tage aufgeheizten Raumes. Ein kleiner Tipp: Durch das Abdunkeln des Zimmers und schließen des Fensters bleibt die Wärme überwiegend draußen.

 

Im Winter mit offenem Fenster schlafen

Einige Menschen mögen es, im tiefsten Winter mit offenem Fenster zu schlafen, weil sie der Meinung sind, dass es ihnen hilft, besser zu atmen und sich erholter zu fühlen. Andere lehnen diese Praxis jedoch ab, da sie der Meinung sind, dass es ungesund und kalt ist. Tatsächlich hängt die Entscheidung darüber, ob man im Winter mit offenem Fenster schlafen sollte, von verschiedenen Faktoren ab.

Einer der wichtigsten Faktoren ist die Temperatur im Schlafzimmer. Wenn es draußen sehr kalt ist, kann es unangenehm sein, mit offenem Fenster zu schlafen, da die kalte Luft ins Zimmer strömen und dafür sorgen kann, dass man friert und sich unwohl fühlt. In solchen Fällen ist es besser, das Fenster geschlossen zu halten und stattdessen eine Heizung oder eine Decke zu verwenden, um warm zu bleiben.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Luftqualität im Schlafzimmer. Wenn die Luft draußen sauber und frisch ist, kann es durchaus sinnvoll sein, das Fenster offenzulassen, da man so die frische Luft ins Zimmer lassen und sich besser entspannen kann. Allerdings sollte man darauf achten, dass die Luft im Schlafzimmer nicht zu trocken wird, da dies zu Atemproblemen führen kann. In solchen Fällen ist es besser, eine Luftbefeuchtung zu verwenden oder das Fenster nur kurz zu öffnen, um frische Luft ins Zimmer zu lassen.

Insgesamt lässt sich sagen, dass es durchaus möglich ist, im Winter mit offenem Fenster zu schlafen, solange man die Temperatur im Schlafzimmer und die Luftqualität im Auge behält. Wichtig ist, dass man sich beim Schlafen wohl und entspannt fühlt, da dies für eine gute Nachtruhe und eine erholsame Schlafenszeit unerlässlich ist.

 

Die beste Temperatur zum Schlafen

Die beste Temperatur zum Schlafen ist individuell verschieden und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel der persönlichen Vorliebe des Einzelnen und der Jahreszeit. Generell gilt jedoch, dass eine Raumtemperatur von etwa 16-18 Grad Celsius als optimal gilt, da sie warm genug ist, um kalte Füße und Unterkühlung zu vermeiden, aber nicht zu warm, um das Schwitzen zu fördern. Es ist wichtig, dass man sich beim Schlafen wohl und entspannt fühlt, da dies für eine gute Nachtruhe und eine erholsame Schlafenszeit unerlässlich ist.

 

Die beste Luftfeuchtigkeit zum Schlafen

Die beste Luftfeuchtigkeit zum Schlafen liegt bei etwa 40-60%. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit kann dazu führen, dass man schwitzt und sich unwohl fühlt, während eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit die Atemwege trocknen und zu Atembeschwerden führen kann. Es ist wichtig, dass die Luft im Schlafzimmer nicht zu trocken ist, da dies zu Atemproblemen führen kann. Um die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer zu kontrollieren, kann man eine Luftbefeuchtung verwenden oder dafür sorgen, dass im Zimmer ausreichend Pflanzen vorhanden sind, die überschüssige Luftfeuchtigkeit aufnehmen können.

 

Fazit

Also soll man nun das Fenster nachts offen oder geschlossen halten? Es bleibt wohl eine Frage der Präferenz. Als Allergiker in der Stadt beispielsweise ist das Lüften in der Nacht nicht sehr empfehlenswert, schon gar nicht, wenn man an einer Hauptverkehrsstraße lebt. Die Frische Luft hingegen sorgt für freie Atemweg und lässt Dich entspannter schlafen. Auch im Sommer hilft die kühle Abendluft dabei Deinen Körper abzukühlen und bequem einzuschlafen.

Solltest Du bis jetzt noch unschlüssig darüber gewesen sein, welche Methode die bessere ist, so hoffen wir, dass Du inzwischen die richtige Entscheidung für Dich treffen kannst.
Schlaf gut.




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