Kurzfristige Auswirkungen von Schlafmangel

In unserem letzten Artikel haben wir Dir aufgezeigt, welche Folgen es haben kann, wenn Du über einen längeren Zeitraum hinweg nicht lang genug im Bett bleibst. Doch auch schon eine Nacht zu wenig Schlaf kann Auswirkungen auf Deine Gesundheit haben. Neben den auffälligsten Symptomen, wie Augenringen, Müdigkeit und Kopfschmerzen, möchten wir auch noch auf ein paar Dinge eingehen, die Dir so vielleicht noch nicht bewusst waren.

Du bist müde

Klar, wer wenig schläft ist müde. Das ist offensichtlich. Dein Körper ist ein sehr hoch entwickelter Organismus in dem viele kleine Räder ineinander greifen um zu funktionieren. Dieser Organismus braucht eine Zeit des Stillstandes, in dem er wieder neue Energie sammelt und regenerieren kann.

Auch im Gehirn passiert viel, während Du nachts schläfst. Dein Gehirn verarbeitet am Tag erlebtes, legt Erinnerungen ab und verschiebt neu gelerntes von deinem Kurzzeit- in Dein Langzeitgedächtnis.

Bekommst Du zu wenig Schlaf zeigt Dir das Dein Körper, indem er Hormone ausschüttet die Dir signalisieren sollen, dass Du ins Bett gehörst. Körperfunktionen werden runtergefahren und Du agierst auf Sparflamme.

Sekundenschlaf und seine Folgen

Die Folge Deiner Müdigkeit kann auch ganz plötzlich zum Einschlafen führen. Du kennst dieses Phänomen unter dem Begriff Sekundenschlaf. Dabei führen vor allem monotone Tätigkeiten dazu. Du mutest Deinem Körper unter Müdigkeit mehr zu als er im Stande ist zu leisten, allein schon dadurch, dass Du wach bleibst und vielleicht sogar noch körperlich oder geistig angestrengt bist. Dein Gehirn fährt soweit herunter, dass Du ohne Vorwarnung einschläfst.

Dabei Sekundenschlaf kann nicht Dich nicht nur innerhalb einer Sekunde übermannen, er kann auch für mehrere Sekunden anhalten. Bis zu 30 Sekunden sind möglich.

Das Unfallrisiko steigt

Der Klassiker, wenn es um Autounfälle geht. Am häufigsten kommt er bei Pendlern, LKW und Taxifahrern vor - der Sekundenschlaf. Man geht davon aus, dass 25% aller Autounfälle auf diese plötzlichen Schlafattacken zurück gehen.

Doch nicht nur am Steuer kann es zu Unfällen kommen und auch ist nicht immer das plötzliche Einschlafen daran schuld. Auch kleine Unfälle sind denkbar. Vielleicht fällst Du vom Stuhl oder bist sogar im Stehen weggenickt.

Vielleicht kennst Du diese Momente in denen Dein Blick langsam hinterher zu ziehen scheint? Aufgrund von Schlafentzug schwindet auch Deine Reaktionsfähigkeit und Konzentration. Das kann sogar soweit führen, dass die in einen alkoholisierten Zustand gerätst.

Deine Konzentration lässt nach

Dass Du Dich nach einer kurzen Nacht nicht mehr so gut konzentrieren kannst hast Du sicher auch schon einmal bemerkt. Dies hängt auch wieder mit der Arbeitsweise Deines Gehirns zusammen. Tagsüber ist es ununterbrochen verschiedensten Reizen ausgesetzt und muss ständig reagieren. In der Nacht hat es dann die Möglichkeit sich zu regenerieren und diese Reize zu ordnen.

Du bist nicht mehr so leistungsfähig

Folgen Deiner Konzentrationsschwäche sind das Vergessen von einfachen Wörtern oder Rechenergebnissen. Tägliche, sonst für Dich leicht nebenbei zu bewältigende Aufgaben brauchen mehr Aufmerksamkeit. Du machst häufiger Fehler und bist auch schneller abgelenkt.

Deine Hand-Augen-Koordination ist beeinträchtigt und Du reagierst generell langsamer. Dein Körper teilt seine durch den Schlafmangel eingeschränkten Ressourcen ein und bedient vorrangig lebenswichtige Funktionen. Auch Deine Energie und Lust für Aktivitäten wie Sport fehlt Dir.

Du reagierst schneller gereizt

Unter Schlafentzug ist die Aktivität in der Region Deines Gehirns höher, die für Deine Gefühle zuständig ist. Außerdem funktioniert das Zusammenspiel zwischen Deinem emotionalen und rationalen Denken nicht mehr richtig. Dein Gefühlszentrum ist mit dem Teil Deines Gehirns verbunden, dass unter anderem Deinen Fluchtreflex bei Gefahr steuert.

Es fällt Dir dadurch schwer zwischen neutralen und emotionalen Situationen zu unterscheiden. So nimmst Du Dir auch Kleinigkeiten leichter zu Herzen anstatt sie zu ignorieren. Du reagierst unangemessen und bist schneller schlecht gelaunt und gereizt.

Du leidest unter Kopfschmerzen

Es gibt verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Die wohl häufigsten sind Migräne und sog. Spannungskopfschmerzen. Letztere werden durch Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich verursacht.

Ein anstrengender Tag wird durch Schlafmangel gleich noch anstrengender. Das erzeugt Stress, was sich wiederum auf Deine Muskulatur auswirkt. Solche Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich entstehen durch vom Schlafmangel ausgelösten und führen zu sogenannten Spannungskopfschmerzen.

Auch Migräne kann durch wenig Schlaf verursacht werden. Migräne kann sehr viele Auslöser haben. Ein Auslöser kann ein gestörter Wach-Schlaf-Rhythmus sein. Ein Anderer wiederum die mangelnde Erholung des Gehirns bei zu wenig Schlaf. Es wird davon ausgegangen, dass Migräne eine Folgereaktion darauf ist.

Nicht nur durch zu wenig Schlaf können Spannungskopfschmerzen entstehen. Auch eine falsche Position beim Liegen kann sie verursachen. Für diesen haben wir übrigens ein passendes Kopfkissen für Dich im Angebot!

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