Die 10 häufigsten Mythen über gesunden Schlaf

Was ist gesunder Schlaf? Hierzu gibt es diverse Mythen und Gerüchte. Wir klären über die 10 wichtigsten auf.

#1: Einschlafen vor Mitternacht

Ist am gesündesten, heißt es. Das stimmt so genau nicht. Entscheidend für die Schlafqualität sind die ersten vier Schlafstunden. Wann diese stattfinden, ist nicht wichtig. In diesen vier Stunden kommt es zu den häufigsten Tief- und REM-Schlafphasen, die besonders wertvoll sind. Dennoch ist das Einschlafen vor Mitternacht nicht völlig verkehrt – nur haben wir alle eine individuelle biologische Mitternacht, die vier Stunden nach dem Zubettgehen stattfindet. Finden Sie Ihren idealen Einschlafzeitpunkt heraus!

#2: 8 Stunden müssen wir schlafen

Das müssen wir ausdrücklich nicht, denn jeder Mensch hat seine eigene Schlafdauer. Es gibt hierzu etliche Studien, die nachgewiesen haben, dass manche Menschen nur 5 und andere 9 bis 10 Stunden schlafen – sie fühlen sich alle wohl dabei. Es gibt Kurz- und Langschläfer, die 8 Stunden sind ein Mythos.

#3: Lebensalter und Schlafdauer

Es hält sich hartnäckig der Irrtum, dass ältere Menschen weniger schlafen (müssen). Diese Mär hat die Schlafforschung längst widerlegt. Menschen schlafen auch nach ihrem 60. bis 70. Geburtstag in der Regel so lange, wie sie es ihr Leben lang taten. Sie schlafen bestenfalls nachts kürzer und dafür häufiger und/oder länger tagsüber, weil sie das überhaupt ermöglichen können (im Gegensatz zu den jüngeren Berufstätigen).

#4: Wir müssen durchschlafen

Viele Menschen glauben, sie hätten nur deswegen gut geschlafen, weil sie “durchgeschlafen” haben. Das ist ein sehr großer Irrtum, denn fast niemand schläft jemals vollständig durch. In Wahrheit wachen wir alle allnächtlich rund 20 bis 30 Mal auf, wir vergessen es nur wieder. Wenn wir es merken, ist es auch nicht weiter schlimm. Umdrehen und weiterschlafen ist dann die beste Lösung.

#5: Fenster öffnen

Viele Menschen glauben, dass sie nur mit offenem Fenster richtig schlafen, weil doch der Sauerstoff so wichtig ist. Das stimmt prinzipiell, doch deswegen muss es keinesfalls im Schlafzimmer kalt sein. Das fördert nämlich die Nachtruhe ausdrücklich nicht. Lüften Sie deshalb vor dem Zubettgehen und lassen Sie von einem sehr kleinen Schlafzimmer vielleicht die Tür offen stehen.

#6: Körper und Geist ruhen im Schlaf

Leider nein. Sie sind sogar höchst aktiv. Der Organismus räumt auf, womit er uns auf den nächsten Tag vorbereitet. Wir verbrauchen in der Nacht rund ein Drittel unserer gesamten Energie.

#7: Alkohol fördert die Schlafqualität

Das ist ein Irrtum, auch wenn wir nach ausreichender Alkoholzufuhr zwangsläufig irgendwann ohnmächtig werden. In Wahrheit schlafen wir dadurch sehr schlecht, denn Alkohol ist auch für den schlafenden Menschen ungesund. Er belastet unseren Organismus bei seinen schwierigen nächtlichen Aufräumarbeiten, was am Ende zu Durchschlafstörungen führt.

#8: Joggen vor der Nachtruhe

Manche Menschen treiben gegen Einschlafstörungen Sport. Auch dieser hilft nicht, denn er kurbelt den Kreislauf und auch die geistige Tätigkeit erst richtig an. Idealerweise haben wir vor dem Zubettgehen zwei Stunden geruht, was weniger vor dem Fernsehen und eher bei Musik, einem Buch oder auch einem ruhigen Spaziergang gelingt.

#9: Fernseher als Sandmännchen

Viele Menschen schlafen vor dem Fernseher ein. Doch auch das ist nicht gesund, denn das Programm läuft schließlich weiter, oft träumen wir es sogar mit. Gerade in der ersten Leichtschlafphase nehmen Menschen diese äußeren Sinnesreize auf, die durch einen Fernseher gar nicht gering ausfallen. Er ist eine extrem unruhig und inkonsistent flackernde Lichtquelle, auch seine Lautstärken wechseln ständig. All das stört beim ruhigen Ein- und Durchschlafen.

#10: Vollmond stört den Schlaf

Nein, warum sollte er auch? Schlafforscher konnten jedenfalls nie einen Beleg dafür finden, dass Menschen bei Vollmond tatsächlich schlechter schlafen. Auch statistisch ließ sich nie ein derartiger Zusammenhang herstellen – ebenso wenig wie zu Verkehrsunfällen oder Gewaltverbrechen. Lediglich der weibliche Regelzyklus könnte mit dem Mondzyklus assoziiert sein.
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